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Besser als Burger

steamed buns 10

Wir nehmen es uns jedes Jahr aufs neue vor. Keine Völlerei, kein übermäßiger Genuss, keine überflüssigen Geschenke. Mit den Geschenken klappt es dank der “Wichtelreglung” schon ganz gut. Jeder besorgt und bekommt nur ein Geschenk. Aber das mit dem Essen müssen wir wohl nächstes Jahr erneut angehen. An Heilig Abend bereiteten Herr H und ich der Familie dreierlei Gnocchi mit vier Saucen/ Beilagen – die von mir erwarteten Reste blieben aus – und bereits am nächsten Mittag um zwei stand die riesige, perfekt gegarte Gans auf Wunsch des Vaters auf dem Tisch. Nebst Rotkohl, Bratäpfel und so einigem Mehr. Allein auf die Serviettenknödel verzichteten wir. Von der Gans bliebt tatsächlich etwas übrig. Die letzten Reste wanderten gestern in Ravioli. Was also bietet sich nach den weihnachtlichen Schlemmereien mehr an, als ein absolutes Wohlfühlgericht? Leicht, gesund und dennoch köstlichst?

Für den Teig (ergibt 8 Steamed Buns):

  • 178 g Weizenmehl 550er
  • 89 g Wasser
  • 3 g Hefe
  • 1 EL Öl
  • 1 EL Zucker
  • 1 TL Backpulver

teig serie

Ich gab alle Zutaten für den Teig in eine Schüssel und knetete ihn ca. 10 Minuten von Hand zu einem glänzenden, elastischen Teig. Der durfte abgedeckt knapp 2 Stunden gehen. Man kann der Teig auch mit ca. 3 g Trockenhefe bereiten. Dann verkürzt sich die Gehzeit auf ca. 45 Minuten. Während der Teig ging, bereiteten wir die Füllung zu.

Für die Füllung:

  • 50 g Glasnudeln
  • 175 g gemischtes Hackfleisch
  • 2 – 3 Blätter Wirsing (ich: ca. 14 cm Grünes vom Lauch)
  • 1 kleine Zwiebel, fein gehackt
  • 1 kleine Möhre, winzig gewürfelt
  • 1 daumenspitzengroßes Stück Ingwer
  • 1 TL Sesamöl
  • Salz und Pfeffer nach Belieben

füllung Serie

Während Herr H. das Gemüse vorbereitete, kochte ich die Glasnudeln 1 Minuten und schreckte sie anschließend eiskalt ab. Dann erhitzte ich etwas Öl in der Pfanne und schwitzte die Zwiebeln glasig. Dann gab ich Ingwer, Möhrenwürfel, Lauch und Hack hinzu und garte alles knapp. Nach dem Abkühlen vermengte ich die Masse mit den etwas kürzer geschnittenen Glasnudeln und würzte sparsam mit Salz und Pfeffer. Herr H. teilte den Teig in 8 gleich schwere Kugeln und rollte sie ca. 12 cm groß aus. Ich bearbeitete anschließend noch die Ränder der Kreise. Sind sie zu dick, bekommt man keinen eleganten Verschluss hin. Dann gab ich auf jeden Teigkreis ca. 1 – 2 EL Füllung und faltete die Ränder schottenrockartig über der Füllung zusammen. Bei den ersten Versuch geriet das Ergebnis noch einigermaßen unansehnlich, aber bei wiederholten Versuchen ergibt sich die Logik des Faltens beim Machen.
teiglinge Serie

Unter jedes “Bun” setzte ich ein quadratisches Stückchen Backpapier, damit sie nicht am Dämpfeinsatz festklebten. Nach ca. 15 Minuten Gehzeit, erhitzte ich das Wasser zum Dämpfen. Während sie ihr ca. 15 minütiges Dampfbad nahmen, bereiteten wir einen thailändischen Gurkensalat (passte sehr gut, auch wenn er aus einem anderen Land kam) und ein Dressing für die “Buns”, bestehend aus Sojasauce, einigen Tröpfchen Essig, etwas Gochugaru und Sesamöl.
steamed buns mit Details

Fazit: Erfahrungsgemäß ist man zwar immer ein “Bun” mehr, als man eigentlich wollte, aber bei der leichten, gesunden Füllung ist das überhaupt kein Problem. Wir haben sie in den letzten Wochen fast häufiger zubereit als Pizza und Chili und das will schon etwas heißen! Deshalb bin ich nicht sicher, ob ich eine Nachkochempfehlung aussprechen kann.

Originalrezept: missboulette

Ein Kommentar

  1. Ich kann sagen, mich dieses Jahr wirklich nicht “überfressen” zu haben 🙂 Und das trotz vieler Leckereien.
    Die Buns schauen großartig aus! Da könnte ich jetzt direkt mal zugreifen. Das Rezept packe ich gleich mal ein, damit könnte ich endlich mal den Dampfeinsatz für den Wok testen und müsste mich nicht darüber ärgern, dass er immer noch unbenutzt im Schrank rum liegt 😉

    • Glück gehabt, Sandra. Mir lag die Gans schon ein wenig im Magen – aber sie war soo köstlich, das war es mir wert.
      Danke schön. Sind natürlich keine mehr da. It’s Chili-time.
      Viel Spaß beim Dämpfen! 🙂

  2. Deine Buns sehen perfekt aus! Und die ziehe ich einem Burger immer meistens vor 😉
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

    • Danke, Andy. Einen selbst gemachten Burger habe ich gelegentlich auch gern. 😉
      Liebe Grüße aus Hamburg,
      Eva

  3. Für die Baozi lasse ich dir jede Gans stehen – die sehen super aus!
    Wir haben uns zumindest was die Hauptmahlzeiten angeht über Weihnachten eher zurückgehalten, aber es läppert sich halt, insbesondere was die Kaffeetafel angeht, trotzdem: Hier ein Stück Torte, da ein paar Plätzchen, und den Stollen muss man schließlich auch probieren… 😉

    • Stimmt, sie tragen rund um die Welt viele Namen, ich war nur zu faul, die alle zu recherchieren. 😉
      Die Kaffeetafel war bei uns am 2. Weihnachtstag zum Glück übersichtlich und die Kokos-Limetten-Dacquoise hinterher fort…

  4. Mmmh, sehen die gut aus. Die Faltung wirkt schön gleichmäßig (ich habe da immer noch Probleme) und das Verhältnis von Teigmantel zu Füllung ist genau nach meinem Geschmack. Auch liebe ich Glasnudeln in der Füllung. Das Rezept wird im Januar mal getestet.^^
    Liebe Grüße, Mari

    • Danke, Mari. Anfangs bin ich auch immer “über meine eigenen Finger gefallen”, aber nach dem dritten Mal ging’s plötzlich wie von selbst. Freue mich, dass du sie testen wirst!
      Liebe Grüße,
      Eva

  5. Toll! Das muss ich ausprobieren..
    Liebe Grüße
    Cheriechen

    • Freut mich, Cheriechen, aber Vorsicht, sie können süchtig machen. 😉
      Liebe Grüße,
      Eva

  6. Überfressen haben wir uns eindeutig diese Weihnachten. Überall, wo wir eingeladen waren, gab es so köstliche Sachen zu essen. Unglaublich. Und diese Buns schauen so aus, als könnte ich von denen recht viele verdrücken. Also vielleicht doch nicht jetzt gleich nachkochen, sondern lieber dann, wenn das Blei aus meinen Walking-Stöcken und -Schuhen wieder draußen ist. 😉

    • Wir uns auch, obwohl ich mich insgesamt ein wenig zurück gehalten habe und zwischendurch viel gegangen und gelaufen bin, ganz gut gefüllt – die Gänse-Ravioli gestern waren Hammer, leider hatte Herr H. den Fotoapperat nicht mit.
      Ja, die Buns haben Suchtpotential, aber sie sind auch recht leicht…

  7. Ich hab immer noch Ente …. und nun weiß ich, wohin sie wandert 🙂

    • Ich dachte, du hättest schon eine “Lösung”. 😉 Und Steamed Buns hast du doch sicher schon gemacht, oder?
      Hoffe, es geht euch gut!

  8. Baozi, die sollte ich auch mal wieder machen-der einzige Versuch bisher war recht erfolgreich nur fand ich sie noch etwas zu dick, also Verhältnis Teig zu Füllung. Und die Reste meiner Gans sind in einen cassoulet-artigen Bohnentopf gewandert…. gut gegessen haben wir schon aber in vertretbaren Maßen. Was natürlich zu vielen Resten führt- wenn ich alleine die Plätzchen-Dose- betrachte…. seufz.

    • Das Verhältnis von Teig und Füllung hat bei mir auch erst beim dritten Versuch gut hingehauen. Es ist wirklich wichtig, die Ränder der Teigkreise möglichst dünn auszurollen oder zu ziehen.
      Cassoulet mit Gans klingt auch sehr lecker. Und da ich nur Elisen gebacken habe, halten sich die Reste bei uns in Grenzen. 😉

      • Wenn wir nur hätten was ich selber gebacken hab, wärs auch noch vertretbar…. Ränder merke ich mir.

        • Das ist natürlich ärgerlich. Wir haben von den Schwiegereltern ca. 5 kg gekaufte Nürnberger Lebkuchen bekommen – aber die halten ja bis März. 😉

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